China zu Gast in Weikersheim
Weikersheim. Ein fernöstlich angehauchtes Konzert bieten die Chinesen Xu Fengxia und Li Tieqiao morgen im Club w 71 in Weikersheim. Xu Fengxia spielt auf dem traiditionell chinesischen Instrument Guzheng.
China ist zu Gast im Weikersheimer Club w 71 am morgigen Freitag, 11. Dezember. Ab 20.30 Uhr präsentiert sich das Land musikalisch mit der Guzheng-Spielerin und Sängerin Xu Fengxia und dem Saxophonisten Li Tieqiao.
Die Guzheng ist ein traditionelles chinesisches Instrument. Ein bisschen sieht sie aus wie ein Hackbrett oder eine Zither. Ihr üblicher Einsatzort ist die Pekingoper, die sie mit filigranem Gezirpse grundiert. Aber eine Guzheng kann auch anders. Sie kann eine rhythmische Energie entfesseln, die es mit Strawinskys Sacre du Printemps aufnehmen könnte, sie kann Strukturen erfinden, die so vielgliedrig und komplex sind, dass sie nur der großen weiten Welt der freien Improvisation entstammen können, sie kann den virtuosen Gitarrero imitieren und sie kann sich ganz verschämt im Zarten verlieren.
"Sie kann all das aber nur, wenn Xu Fengxia dahinter sitzt," so ein Kritiker über das Spiel von Xu Fengxia. Die in China klassisch ausgebildete Musikerin lebt seit den 90er Jahren in Deutschland und hat mit so unterschiedlichen Größen wie Johannes Bauer, Hamid Drake, Günter Baby Sommer, dem Nieuw Ensemble Amsterdam, der Neuen Kammerphilharmonie Bremen, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks gespielt.
Zweimal war sie bereits im Club w 71 zu Gast. Ihr Partner dieses Mal ist Li Tieqiao. Der Saxophonist ist weitgehend Autodidakt, er experimentiert gern auf seinem Instrument und ist an erweiterten Spieltechniken interessiert. Er zählt zu den bedeutendsten Personen in der ständig wachsenden Szene experimenteller und improvisierter Musik in China. Neben Auftritten als Musiker trat er auch als Organisator in Erscheinung. Die beiden Musiker sind erst ein Mal zusammen aufgetreten. Da hat die Chemie gestimmt; nun soll das Zusammenspiel vertieft werden. w71
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10.12.2009
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