Mit dem Neubau wird eine Vision wahr
Weikersheim. Einladend für die Menschen, architektonisch interessant und funktional gestaltet präsentiert sich das neue Gemeindezentrum der Volksmission in Weikersheim. Am Sonntag, 28. März, wird es eingeweiht.
"Eine Vision wird jetzt wahr", bestätigt Pastor Matthias Brandtner im Gespräch mit der TAUBER-ZEITUNG. Als er vor viereinhalb Jahren nach Weikersheim kam, war da das Grundstück neben dem Bahnhof, das die Gemeinde längst erworben hatte - aber das war alles. Zwar platzte das Gemeindehaus in der Lessingstraße bald aus allen Nähten, doch ein Neubau schien immer wieder unerreichbar. Schließlich wagte man den Schritt, im Wissen, dass das Vorhaben ohne reichlich Spenden und sehr, sehr viel Eigenarbeit nicht gelingen würde. Im Sommer 2007 war Spatenstich und seitdem wuchs ein stattlicher Baukörper aus der Erde. 1,3 Millionen Euro hat er gekostet und, so der Pastor auf die Frage nach den ehrenamtlichen Arbeitsstunden, "die Tausender können wir gar nicht zählen."
Aber dieses hohe Engagement gilt auch als Markenzeichen der evangelischen Freikirche, die sich selbst zu den Pfingstgemeinden rechnet. Etwa 100 Mitglieder aus der Stadt und dem Umland hat sie. Der Gottesdienst wird durchschnittlich von 130 Erwachsenen besucht, dazu kommen viele Kinder und Jugendliche, die gleichzeitig ihre altersgerechten Angebote haben. Erstaunlich hoch ist die Zahl von 50 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Um die Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren, hat die Gemeinde mit Sebastian Jarosik seit einigen Monaten noch einen Vikar angestellt.
Entstanden ist, zentral gelegen direkt am Bahnhof, ein helles und offenes Gebäude mit drei Ebenen. Das Erdgeschoss mit Foyer und Veranstaltungssaal für über 500 Personen, das Untergeschoss mit einem zur Talseite offenen Mehrzweckraum etwa für die Seniorenarbeit, mehreren Gruppenräumen für die Pfadfinder sowie entsprechenden Nebenräumen. Im zum Bahnhofsplatz hin orientierten vorgelagerten Funktionsbau befinden sich im Obergeschoss Büroräume und ein weiterer Gruppenraum für Besprechungen und Veranstaltungen. Insgesamt stehen 1600 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Parkplätze gibt es vor der Tür, ein barrierefreier Zugang führt ins Untergeschoss. Geheizt wird mit Erdwärme über eine Fußbodenheizung.
Eingeweiht wird das Gemeindezentrum am Sonntag, 28. März, mit einem Festgottesdienst um 15 Uhr. Verschiedene Gemeindegruppen werden ihn durch ihre Beiträge zusammen mit der Predigt von Matthias Brandtner lebendig gestalten. Parallel wird ein Kinderprogramm angeboten. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen und das Gebäude kann besichtigt werden.
Eine weitere Gelegenheit zum Kennenlernen von Gemeinde und Gemeindezentrum bietet sich vom 2. bis 4. April. Jeweils von 14 bis 17 Uhr ist hier die Egli-Figuren-Oster-Ausstellung zu sehen. Schließlich lockt am Ostersonntag um 9.30 Uhr ein Auferstehungsgottesdienst und Konzert mit Thomas Steinlein, dem blinden Pianisten und Liedermacher aus Hamburg.
Drei Punkte sind Pastor Matthias Brandtner für die Zukunft wichtig: Die Leute "haben Sehnsucht danach, den Sinn des Lebens zu finden". Und "wenn nicht in der Kirche", so meint er, "wo sonst?". Zudem suchten Menschen Familie und gelebte Gemeinschaft - darum nenne sich die Volksmission auch ganz bewusst Familienkirche. Schließlich "sind wir als Gemeinde aufgerufen, den Menschen in ihren Nöten zu helfen". Das könne ganz praktisch geschehen, aber auch durch Gebet und Begleitung - gerade im neuen Gemeindezentrum.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: PETER KESSLER | 20.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
Ihr neues Gemeindezentrum hat die Volksmission, die evangelische Freikirche, neben dem Weikersheimer Bahnhof errichtet. Einweihung wird am Sonntag, 28. März, gefeiert. Foto: Peter Keßler
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
