Drei "Hochkaräter"

Niederstetten.  Das Bildungszentrum Niederstetten verabschiedete in festlichem Rahmen drei Lehrer der Realschule in den wohlverdienten Ruhestand.

Walter Krüger, Joachim Göldner und Walter Wolpert wählten als Veranstaltungsort die historische Pfarrscheuer in Wermutshausen aus und empfingen neben den aktiven eine große Schar ehemaliger Kollegen. Nach einem musikalischen Auftakt durch die beiden Schülerinnen Laura Zenkert und Anja Schmezer sowie dem Lehrerchor nahm Rektor Norbert Umlandt die dienstliche Verabschiedung vor. Zu Beginn ordnete er biographische Mosaiksteine der Lehrer interessanten, mitunter witzigen Ereignissen der letzten 60 Jahre zu. Viele Lehrer waren erstaunt, welch "historische" Dimension ein Dienstalter von 37 Jahren aufzuweisen hat. Umlandt würdigte anschließend die besonderen Verdienste jedes Lehrers.

Dabei konnte der Hinweis auf die mit großer Leidenschaft erbrachten Aktivitäten des Historikers Walter Krüger nicht ausbleiben. Nicht nur in vielen Festvorträgen, nein auch im Unterricht verstand es Krüger exzellent, sein Wissen um Heimatgeschichte authentisch zu vermitteln. Walter Krüger hat Kontinuität geradezu vorgelebt, indem er die gesamten 37 Dienstjahre ausschließlich am Bildungszentrum Niederstetten verbracht hat.

Joachim Göldner, der Englisch und Erdkunde unterrichtete, wurde schon in einer frühen Beurteilung seine Hilfsbereitschaft und sein Engagement hoch angerechnet. Und diese kollegiale Haltung bewahrte er sich bis zum Schluss. "Immer, wenn jemand eine helfende Hand gesucht hat, dann hat er sie bei Ihnen gefunden", so Umlandt zu dem bleibenden Eindruck dieses Kollegen.

Die Mathematik war sein Metier: 1989 kam Karl Walter Wolpert von der Realschule St. Bernhard ans Bildungszentrum. Hier legte er bis zur letzten Unterrichtsstunde Wert auf "alte" Tugenden wie sorgfältige Darstellung und saubere Heftführung. Auch dank dieser Prinzipien konnte Walter Wolpert stets auf hervorragende Arbeitsergebnisse, gerade auch bei Abschlussprüfungen zurückblicken.

Rektor Norbert Umlandt wies zum Schluss darauf hin, dass der "Verlust von 112 Jahren Erfahrung" nur schwer aufzufangen sei. Man werde außerdem auf "manch unzeitgemäße Betrachtung" durch diese "drei pädagogischen Originale" verzichten müssen, die der Schule sicher gut getan hätten.

Nach Übergabe der Urkunden, dankte Barbara Vorherr im Namen des Kollegiums für das gute Miteinander und überreichte Geschenke. Auch seitens der ehemaligen Kollegen kam es noch zu vielen Glückwünschen, und auch sie waren natürlich nicht ohne Präsente für die frischen Pensionäre angereist. biz


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29.07.2010

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