Abschied für Birgit Jürriens beim Kreisverband der Landfrauen
Mit Dank und Anerkennung verabschiedeten die Landfrauen und viele Wegbegleiter die Kreisvorsitzende Birgit Jürriens, die ins Emsland zieht. Noch einmal wurde Jürriens Engagement gewürdigt.
Autor: WERNER MIES |Nach mehr als elf Jahren Amtszeit wurde die Kreisvorsitzende des Landfrauenverbandes Main-Tauber-Kreis am Samstagnachmittag im Mittelstandszentrum verabschiedet. Birgit Jürriens zieht aus privaten Gründen nach Lingen im Emsland. Zur Verabschiedung waren neben den Vertreterinnen aus den 34 Ortsvereinen auch Repräsentanten aus Politik, Kommunen, Institutionen und Verbänden gekommen, um der Vorsitzenden zum Abschied für ihr Engagement zu danken.
Ulrike Walther, Mitglied des Kreisvorstands-Teams, begrüßte nach einem Musikstück von Franziska Hammel aus Vorbachzimmern am Klavier die Besucher und prominenten Gäste. Sie hieß unter anderem den Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Bürgermeisterstellvertreter Klaus-Dieter Brunotte, Reinhard Friedrich vom Bauernverband, Helga Tompert vom Landwirtschaftsamt und die Präsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden, Hannelore Wörtz, willkommen.
Die Vielzahl der Gäste aus den unterschiedlichsten Institutionen zeige, dass es Birgit Jürriens gelungen ist, ein Netzwerk zu knüpfen, unterstrich Walther eine der herausragenden Eigenschaften der scheidenden Kreisvorsitzenden. Die Vielzahl der anwesenden Landfrauen aus den Ortsvereinen unterstreiche auch ihre große Wertschätzung.
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart lobte die Führung des Kreislandfrauenvereins und dankte für die vielen Aktivitäten. Birgit Jürriens sei eine gute Repräsentantin des ländlichen Raumes in Stuttgart gewesen und habe sich erfolgreich für die Idee der Landfrauen eingesetzt. Die tolle Aufbauarbeit, die vielen geschaffenen Fortbildungsmöglichkeiten für die Frauen seien höchst anerkennenswert.
Der Bürgermeister-Stellvertreter Klaus-Dieter Brunotte überbrachte die Grüße der Gemeinden des Landkreises, insbesondere der Stadt Bad Mergentheim. Er stellte fest, dass Bad Mergentheim in der Kernstadt zwar keinen Landfrauen-Ortsverein habe, aber durch die Vereine in fünf Ortsteilen gut im Kreisverband repräsentiert ist. Unter den vielen Bildungsangeboten sei der Aufbau der Frauen-Akademie eine Herzensangelegenheit von Birgit Jürriens gewesen, an der sich zeige, wie wertvoll die Arbeit der Kreisvorsitzenden für die Mitmenschen war. Auch der Vertreter des Bauernverbandes Reinhard Friedrich lobte den unkomplizierten Umgang von Birgit Jürriens mit dem Bauernverband und den Landwirten sowie den engen Kontakt zwischen den beiden Verbänden. Er erinnerte an Veranstaltungen wie das Erntedankfest und den Bauernmarkt. In ihrer Laudatio hob die Leiterin des Landwirtschaftsamtes, Helga Tompert, die steile Karriere von Birgit Jürriens bei den Landfrauen hervor. 1998 kam Jürriens in den Landkreis, 2000 wurde sie Mitglied im Ortsverein Weikersheim und 2001 Kreisvorsitzende der Landfrauen. Bald habe sie sich auf Landes- und Bundesebene engagiert und wurde Präsidiumsmitglied und Vizepräsidentin des Landfrauenverbandes Württemberg-Baden. Gerne erinnere sie sich an die Überlegungen zur Erwachsenenbildung, die Teilnahme des Kreisverbandes am Bauernmarkt, den Lehrgang für hauswirtschaftliche Familienbetreuerinnen, verschiedene Kochprojekte und nicht zuletzt den "Grünen Ball", der am 13. April 2013 in Laudenbach stattfindet. Die scheidende Kreisvorsitzende wäre immer bereit gewesen, Führungsaufgaben und Verantwortung zu übernehmen und habe sich offen für neue Themen gezeigt. Dazu kamen ihre Beweglichkeit, ihr Bienenfleiß und Redegewandtheit sowie ihr vielseitiges Interesse und ihre Teamorientiertheit.
Die Präsidentin des Landfrauenverbandes, Hannelore Wörtz, erinnerte, dass Jürriens schon 2004 Präsidiumsmitglied und 2007 Vizepräsidentin des Landesverbandes wurde. Im Arbeitskreis Gesundheit und Bewegung war sie Vorsitzende. Neben der Betreuung der 2429 Mitglieder in den 34 Ortsvereinen des Main-Tauber-Kreises habe sie auf Landes- und Bundesebene die Idee der Landfrauen vertreten und für die Zukunft fortentwickelt. Für die Juniorausbildung, die hauswirtschaftlichen Familienbetreuerinnen habe sie sich mit ihrer ganzen Kraft ehrenamtlich eingesetzt.
Im Namen aller Ortsvereine überreichte Andrea Deeg aus Nassau eine Mappe mit Beiträgen der Ortsvereine, die sie stets an die Landfrauen des Taubertals ebenso erinnern soll, wie eine Landkarte des Kreises mit den markierten und mit einer Linie verbundenen Ortsvereinen, die so den "mediterranen Stiefel Baden-Württembergs" abbilden würde, so Margret Beck aus Weikersheim bei der Übergabe.
Die Geehrte selbst blickte in ihren Abschiedsworten nochmals auf ihre elfeinhalbjährige Amtszeit zurück und stellte fest, dass vieles zielstrebig und durch orientiertes Handeln erreicht werden konnte. Wichtig für sie war auch das vertrauensvolle Miteinander im Landesverband. Sie freue sich, dass es durch teamgeprägte Arbeit gelungen sei, mit Qualifizierungsmaßnahmen neue Erwerbsmöglichkeiten wie beispielsweise die Ausbildung von Tagesmüttern, Kurse für Pflege von Demenzerkrankten oder Gästeführerinnen für Landfrauen zu schaffen. Sie dankte allen Einrichtungen und Institutionen, die sie und die Arbeit der Landfrauen unterstützt haben.
Ihr besonderer Dank galt der Kreisgeschäftsführerin Uschi Schinkel und den Kreisvorstandsmitgliedern. Der Spruch "Mut tut gut" habe für sie gegolten und das wünschte sie auch dem Kreisverbandsteam für die Zukunft. Danach stellte sie die kommissarische Kreisvorsitzende Claudia Henn aus Elpersheim vor und übergab ihr eine kleine Sitzungsglocke für die Leitung der künftigen Vorstandssitzungen, verbunden mit dem Wunsch, viel Kraft und Freude bei der Ausführung des Amtes zu haben. Claudia Henn freute sich, das Amt der Kreisvorsitzenden bis zu den Neuwahlen im Jahre 2013 ausführen zu dürfen und bat um allseitige Unterstützung. Nach einem weiteren Vortrag des Landfrauenchores unter der Leitung von Margret Stier und der Pianistin Franziska Hammel lud Claudia Henn zu einem Stehempfang ein.





