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Was können Jugendliche konkret zum Gelingen von Integration beitragen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Jugend-Integrationsgipfels in Berlin. Mit dabei war auch Marco Hess aus Oberbalbach.

Autor: BIX |
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Zum dritten Mal fand kürzlich in Berlin der Jugend-Integrationsgipfel statt. In vier Workshops erarbeiteten hier 100 Jugendliche mit und ohne Migrations-Hintergrund aus ganz Deutschland gemeinsam Aktionspläne. Unter ihnen der 18-jährige Marco Hess aus Oberbalbach, den man nach einem Bewerbungsverfahren ausgewählt hatte, bei dem Schüler aller Schulformen, Studenten und Auszubildende zum Zuge kamen.

Wie bei der Auftaktveranstaltung, an der auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel teilnahm, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die 16- bis 25-Jährige informierte, gehe es bei dem zweitägigen Treffen um die Themen "Bildung und Integration", "Medien und Integration", "Bürgerschaftliches Engagement und Integration" sowie "Konflikte zwischen den Generationen". Gemeinsam wolle man über diese Komplexe diskutieren und danach Pläne erstellen, hieß es, dies alles unter dem Aspekt, was gerade Jugendliche für eine bessere Integration von Menschen mit Migrations-Hintergrund leisten könnten.

Nach einer Runde zur thematischen Einstimmung verteilten sich die Jugendlichen auf die einzelnen Arbeitskreise, wobei sich Marco Hess im Bereich "Bürgerschaftliches Engagement und Integration" einbrachte. Wie der Oberbalbacher hierzu nach der Rückkehr erklärte, habe die Gruppe zum Abschluss zahlreiche Vorschläge unterbreitet, die eine große Bandbreite abdeckten. Die Palette reichte hier von einer nicht so restriktiven Asyl- und Zuwanderungspolitik über eine intelligentere Finanzierung der Integration sowie eine stärkere Förderung und Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement in den Schulen bis hin zur Forderung, diversen Projekten zwischen deutschen Vereinen und Organisationen von Migranten mehr Mittel zukommen zu lassen.

In seinem Workshop mit dem Impulsgeber Prof. Dr. Sebastian Braun vom Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie MdB Sibylle Laurischk (FDP) sei es vor allem darum gegangen, herauszuarbeiten, wie es gelinge, bürgerschaftliches und somit politisches Engagement hin zu mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und damit zu mehr Integration zu fördern. Marco Hess, der 2009 als "Junger Macher" ausgezeichnet wurde, der Schülervertretung angehört, die Auftritte im Internet für Martin-Schleyer-Gymnasium Lauda, Seelsorge-Einheit und Oberbalbach betreut sowie in kommunalen Gremien aktiv mitarbeitet, führte abschließend zu seiner Motivation aus: "Mir liegt viel daran, die Verständigung zwischen den Generationen zu fördern und dort noch vorhandene Vorurteile anzugehen und abzubauen sowie Jung und Alt zu vernetzen und voneinander lernen zu lassen. Ich versuche, die Integration durch Projekte, politisches Handeln und Aktionen voranzutreiben und gleichzeitig als Vorbild auch andere Jugendliche zu animieren."

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