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Laudaer treibens immer doller

Der Zuspruch steigt stetig. Erneut galt die bewährte Devise "Herrscht in Lauda das Narrentreiben, darf eigentlich keiner zu Hause bleiben". Ein Grundsatz, den am Sonntag noch mehr als sonst beherzigten.

HERBERT BICKEL | 0 Meinungen

Die Tendenz zum Dabeisein bei dieser närrischen Gaudi weist eindeutig nach oben, abzulesen an der Zahl der Zuschauer, die zudem einen sichtlich vergrößerten Zug erlebten. Später mischten sich die Akteure unbekümmert unter die Menge, wodurch bei der Feier auf dem Marktplatz die Stimmungswogen immer höher schlugen.

Mehrere hundert Einwohner und auch Auswärtige bevölkerten somit am Sonntagnachmittag die Laudaer Altstadt beim Narrentreiben der Narrengesellschaft Strumpfkapp Ahoi, die damit den Höhepunkt der örtlichen Straßenfasnacht markierte. Bei leichten Plustemperaturen, wobei zwischendurch gar die Sonne ihre wärmenden Strahlen schickte, genossen die gut gelaunten und oftmals entsprechend verkleideten Besucher das spezielle Schauspiel bei diesem traditionellen Zug der Fasnachter.

Umrahmt von den Klängen der schmissig aufspielenden Musikkapelle Grünsfeld, dirigiert von Valentin Kimmelmann, passierten die Mitwirkenden die voll auf Ausgelassenheit gepolten Gäste, voran der bereits zum 24. Mal amtierende Ortsgendarm Werner Stephan, der später vom Rathausbalkon aus nach der üblichen Runde über die Marienstraße und die Bachgasse die aktuellsten Bekanntmachungen verkündete. Der Ex-Vizepräsident und diesjährige "Opa" der Strumpfkappen, dem auf dem Fuße unmittelbar die eifrig Krapfen verteilenden und Hochprozentiges ausschenkenden Zunfträte unter ihrem 2012er Oberen der Wagner, Herbert Schleicher, mit dem "Wilden Moa" folgten, wusste wieder von allerlei Begebenheiten und Auffälligkeiten zu berichten.

Zuvor hatten die Gruppen wie gewohnt das Bad in der Menge gesucht, so aus der früheren Eisenbahner- und heutigen Weinstadt außerdem noch die Schlothegschen und Faschebouzen mit dem Präsidenten Jörg Zwirner an der Spitze, assistiert von Hiltrud Reiter, wobei natürlich auch die Radaubouzen mit von der Partie waren. Nach einer wiederum überaus starken Abordnung aus Oberlauda mit den Rootzen, den Bajazzen und den Zigeunern rundeten erneut die Eisbären vom "Düdo-Club" (die Abkürzung steht für Düsseldorf) - ebenfalls aus der Vorstadt - diesen Abschnitt ab.

Vervollständigt wurde die lange närrische Zugfolge ein weiteres Mal durch die nicht zu bremsenden Strumpfkappenfänger der Laudaer KJG, ein adrettes auswärtiges Gefolge sowie die aufgrund des Berufsstandes des Regenten ihre Premiere feiernden "Krankenschwestern" mit dem Prinzen Gunter II. und seiner Prinzessin Tina I. (Hemmrich).

Nach den neuesten Nachrichten aus dem lokalen Umfeld und den nur noch spärlich anstehenden Terminen, auf die der Präsident hinwies, sowie diversen Schunkel- und Gesangsrunden galt im Anschluss ein Abstecher dem durchweg stets gut frequentierten Verkaufswagen der Laudaer FV-Jugend, bei dem DJ Manola mit fetzigen Klängen noch einmal so richtig einheizte.

Vom Marktplatz aus zog dann die bunte Truppe mit viel Getöse durch die diversen Gaststätten der Altstadt beziehungsweise auch über die Tauber und ebenso in die erstmals nach viel Eigenarbeit geöffnete Narrenscheune in der Wallgrabenstraße, um zünftig Fasnacht zu feiern - schließlich ist am morgigen Aschermittwoch schon wieder alles vorbei.

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