Warten aufs Startsignal

Langenburg.  Eigentlich sollte der Solarpark bei Nesselbach schon fast seit einem Jahr in Betrieb sein. Jetzt setzt Reiner Otterbach, der die Anlage errichten und betreiben will, seine Hoffnung auf das Jahr 2013.

Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Sondergebiet Solarpark Nesselbach" hatte der Langenburger Gemeinderat bereits im Juni 2010 gefasst. Auf einer Fläche von 11,5 Hektar, ursprünglich waren 12,5 Hektar geplant, will der Nesselbacher Eletrotechniker Solarmodule mit einer Fläche von - je nach Anordnung - 42 000 bis 48 000 Quadratmetern in feststehenden Reihen aufstellen. Sie sollen eine Spitzenleistung von sechs Megawatt erzielen.

Reiner Otterbach hatte gehofft, die Anlage südlich der Ortschaft im Frühjahr 2011 in Betrieb nehmen zu können. Der Bebauungsplan, der dies ermöglichen soll, ist jedoch noch nicht endgültig beschlossen, weshalb Otterbach damit rechnet, dass der Startschuss erst 2013 fällt.

Zuletzt hat das Kreisplanungsamt eine Landschaftsbildanalyse erstellt, mit der es untersucht hat, wie sich die geplant Anlage auf die Landschaft auswirkt.

Corinna Hodrius und Daniela Keller haben dem Gemeinderat die Analyse jetzt vorgestellt. Darin kommen die beiden Planerinnen unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Fotovoltaik-Anlage als eine Veränderung des Landschaftsbilds zu betrachten sei. Sie greife negativ in das vorhandene Landschaftsbild ein, weshalb die Planerinnen "Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen" vorschlagen.

Drei dieser Vorschläge hat der Gemeinderat akzeptiert. So soll die Akzeptanz der Anlage durch eine Informationstafel gesteigert werden. Sie soll mit einem Heckenstreifen umgeben werden, und an den Landesstraßen nach Obersteinach und Orlach sollen Laubbäume und weitere Hecken gepflanzt werden. Nicht gefolgt ist der Gemeinderat dagegen dem Vorschlag, die Mitte des Solarfeldes, die auf einer Kuppe liegt, von Solarmodulen freizuhalten.

Der nächste Verfahrensschritt ist die öffentliche Auslegung des Entwurfs für den Bebauungsplan, während der Bedenken erhoben und Anregungen vorgebracht werden können. Gleichzeitig soll das Solarfeld auch bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans berücksichtigt werden. Keine Einwände hat der Langenburger Gemeinderat gegen die Errichtung eines 3,5 Hektar großen Solarfelds in Jungholzhausen, das zur Nachbargemeinde Braunsbach gehört.


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Autor: ERWIN ZOLL | 07.02.2012

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