Venezianische Anmut

Schwäbisch Hall.  Ab 12 Uhr mittags wird Schwäbisch Hall am kommenden Sonntag venezianisch: "Hallia Venezia" heißt es dann am Nachmittag wieder in der gesamten Stadt - Karneval mit Ruhe und Bedacht.

Es kann auch ohne Klamauk zugehen - besinnlich, aber trotzdem sinnlich. Bevor landauf, landab der Höhepunkt des lärmigen Faschings- und Fasnetstreiben beginnt, streifen am kommenden Sonntag, 12. Februar, ab 12 Uhr unzählige Maskenträger in fantasievoll gestalteten Gewändern durch die Straßen der Haller Altstadt. Dies geschieht in gespenstischer Stille. Ab 14 Uhr präsentieren sich dann die Gestalten auf dem Marktplatz und mit einem grazilen Defilee bei barocker Musik auf der Treppe der Michaelskirche. Die Nachahmung des schon im Mittelalter prunkvollen venezianischen Karnevals hat vor 15 Jahren Einzug in die Salzsiedermetropole gehalten. Seitdem feiert Schwäbisch Hall regelmäßig acht Tage vor Rosenmontag dieses mittlerweile weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Kulturereignis.

Der venezianische Karneval ist anders als der Fasching hierzulande. Er gibt sich ruhig und erhaben - und ermutigt die Besucher zum Schlendern durch die engen Gassen und Plätze, zum Staunen und Entdecken immer neuer farbenfroher Masken und Gewänder, welche von den Maskierten in mühevoller Handarbeit - nach Originalen oder auch nach eigener Fantasie - meist selbst entworfen und hergestellt werden. Von Anfang an war "Hallia Venezia" als unkommerzielle Mitmach-Maskerade für Jung und Alt konzipiert. Der Abschluss wird nicht mehr wie früher bei der Kunsthalle Würth zelebriert, sondern vor der Einkaufsmeile "Kocherquartier" - um 16 Uhr.


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Autor: HAKU | 09.02.2012

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