Neue Horizonte öffnen
Rothenburg. In der Region Hohenlohe Franken hat der in Dunzendorf geborene Architekt Martin Schroth (35) mit seinem Büro in Rothenburg ob der Tauber nun die ersten Bauvorhaben realisiert.
Mit der Publikation seiner Uffenheimer "Villa F" in verschiedenen Medien und seinem Beitrag bei der Architekturbiennale in Venedig hat er die Öffentlichkeit auf sich aufmerksam gemacht.
Martin Schroth, gebürtiger Dunzendorfer (bei Niederstetten) gründete mit seiner Frau Melanie Schroth in Rothenburg ob der Tauber ein kreatives Architekturstudio.
Er hat nach dem Studium und Diplom an der Fachhochschule Biberach das Postgraduierten-Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildenden Künste Städelschule in Frankfurt am Main zum Master in Arts in Advanced Architectural Design abgeschlossen.
Vor der Gründung seines eigenen Büros 2006 "architekturSTUDIO Martin Schroth" hat er in den Büros Behnisch, Behnisch und Partner und Kauffmann, Theilig und Partner in Stuttgart gearbeitet.
Seit 2006 ist er in Rothenburg und Umgebung architektonisch aktiv. Sein erstes Projekt war die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde in der Schweinsdorfer Straße 66 in Rothenburg. Dem Kirchenraum spührt man ab, dass es einen hohen architektonischen Anspruch hat.
Bei dem Projekt "Villa F" in Bayern konnte er sich ganz verwirklichen und sein ganzes gelerntes digitales Wissen einbringen. Keine Wände und Stützen findet man im Erdgeschoss der Villa. Hier entfalten sich ineinander verschränkte Funktionen: Wohnen, Kochen, Essen gleiten ineinander über. Wellen mit Treppen verbinden die verschiedenen Ebenen miteinander. Es sind keine Treppenhäuser, sondern integrative Raumelemente, die diagonale Schnittstellen für die drei Ebenen darstellen. Trotz der offenen Räume bieten Schlaf-, Arbeits- und Kinderzimmer auf den zweiten Ebenen ebenso wie der Wellnessbereich im Souterain angemessene verwinkelte und mit Türen versehene Intimität.
Neue Horizonte werden eröffnet, um dreidimensionale Atmosphären des Raumes zu schaffen. Die "Villa F" wurde in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht und findet hohe Beachtung.
Martin Schroth möchte Häuser zum Erleben und Wohnen schaffen. Gute Architektur, Haus- und Raumkonzepte müssen nicht teuer sein.
Dass Martin Schroth bei der angesehenen Architekturbiennale in Venedig einen Beitrag leisten darf, zeigt den Stellenwert des jungen Architkturstudios. Eine persönlich von ihm angefertigte Handskizze wird gerade noch bis zum 21. November im Hauptraum des Deutschen Pavillons ausgestellt. Die Handskizzen von 180 renommierten Architekten wurden in dunklem Holz gerahmt ausgestellt und sollen als "Panorama der Sensibilität" zum Gespräch über "Sehnsüchte" anregen.
Neben seiner Arbeit im Architkturstudio ist Martin Schroth seit Mai 2007 Mitarbeiter an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste. Er ist dort im Lehrgebiet für Digitales Entwerfen, Architektur/Innovative Bau- und Raumkonzepte von Professor Tobias Wallisser tätig. Mithilfe digitaler Werkzeuge lassen sich heute interaktive Konzepte, basierend auf den Prinzipien der Natur, problemlos steuern und programmieren.
"Intelligente Materialien, innovative Verarbeitungsmethoden und eine präzise CNC-Fertigung erzeugen neue strukturelle Freiheiten und verwischen zusehends die Grenzen zwischen Raum, Mensch und Natur", sagt Martin Schroth und freut sich über die Entwicklung auf dem EDV-Sektor.
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Autor: SWP | 16.11.2010
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Bei dem Projekt "Schroth-Villa in Uffenheim" konnte sich der Architekt ganz verwirklichen und sein digitales Wissen einbringen. Fotos: Privat
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