Biblische Spuren gesucht
Bad Boll. Zum Jungschartag des Evangelischen Jugendwerks in Bad Boll kamen rund 100 Kinder aus dem ganzen Kirchenbezirk Göppingen. Die Mädchen und Jungen folgten den Spuren Davids und Jonathans.
Mit einem großen Gottesdienst begann in der Bad Boller Aula der Jungschartag des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Göppingen. Über 100 Kinder und rund 50 Betreuer waren am Sonntag dabei. "Wir sind jedes Jahr woanders", berichtet die Jugendreferentin Nadine Müller, die mit ihrem Team den Jungschartag organisiert. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in den 36 Kirchengemeinden des Bezirks, zu dem etwa 120 Kinder und Jugendgruppen gehören. Zwischen fünf und 14 Jahre alt sind die Mädchen und Jungen, die sich mit Proviant und GPS auf Spurensuche begeben haben. Es geht um David und Jonathan - die Auseinandersetzung mit der biblischen Geschichte, um Freundschaft und Flucht.
Zum Ärmel rein, am Hosenbein wieder raus - eine lange Schnur verbindet kleine und große Kinder auf der Wiese am Riedbächle. Ruckzuck ist unter viel Gekicher und Verrenke die Aufgabe gelöst und schon kann es weiter gehen. "Proviant und Ausrüstung haben sich die Kinder heute morgen auf dem Schulhof erspielt", erklären die Betreuer Marilisa Sonnabend und Tobias Genske.
In der Nähe des evangelischen Gemeindehauses freuen sich Corinna, Miriam, Matti, Leandra, Jana und Betreuerin Hannah, dass sie sich langsam aber sicher dem Ziel nähern. "Wir mussten unser anderes Puzzleteil finden", berichten die Mädchen aus Schlierbach und zeigen ihr Fundstück, an dem auch eine Tüte Bonbons hängt. "Klar macht das Spaß", ist sich die Mädchen-Gruppe einig und versucht das nächste Signal zu orten. Per GPS steuern sie eine Etappe nach der anderen an: "Der Pfeil zeigt in die Richtung, das ist die Luftlinie zur nächsten Koordinate, den Weg müssen wir uns jetzt suchen", erklärt ein Mädchen die moderne Schnitzeljagd. Damit nichts schief geht, pendeln drei Kuriere per Fahrrad von Punkt zu Punkt und geben Tipps, wo es nötig ist.
Ein paar Hundert Meter weiter, am Spielplatz im Erlengarten, lauschen zwei Gruppen Spurensucher einer Episode von Davids Flucht. Geschichten, Aufgaben, Spiele - erst wenn sie alle 14 Punkte per Satelliten-Navigation gefunden haben, treffen sie sich wieder in der Aula, durch die sich ein langes Freundschaftsband mit den Namen aller Teilnehmer zieht, zum gemeinsamen Abschluss. Jugendreferentin Müller ist zufrieden mit der Resonanz. 15 Jungschargruppen aus dem Bezirk, der von Aichelberg bis Wäschenbeuren, von Roßwälden bis Salach reicht, sind gekommen.
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Autor: CLAUDIA MÜLLER | 10.05.2010
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Mit GPS-Hilfe haben die Gruppen nach Spuren gesucht. Foto: Claudia Müller
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