Maßnahmen sollen Situation im Rettungsdienst verbessern

Anfahrtszeiten der Retter im Kreis sind zu lang

Main-Tauber-Kreis.  Die Notfallversorgung im Kreis sei "flächendeckend sichergestellt". Dennoch: Die geforderten Anfahrtszeiten der Retter sind nicht gewährleistet.

"Wie ist die Notfallversorgung im Main-Tauber-Kreis gestaltet?" wollte Landtagsabgeordneter Dr. Wolfgang Reinhart in seiner Kleinen Anfrage zur ärztlichen Versorgung im Kreis von Sozialministerin Katrin Altpeter wissen. Die Ministerin erklärt in ihrer Antwort: "Nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) ist die vertragsärztliche Notfalldienstversorgung flächendeckend und rund um die Uhr sichergestellt." Sie erfolge derzeit im Main-Tauber-Kreis dezentral in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. "Zentrale Notfalldienstpraxen sind nicht eingerichtet."

Im Rahmen der von der KVBW angestrebten Reform des Notfalldienstes würden Gespräche über die weitere Zusammenlegung von Notfalldienstbereichen stattfinden, "um die Dienstfrequenz und damit die zeitliche Belastung der einzelnen Ärzte zu senken". Damit solle, verdeutlicht die Ministerin, "insbesondere auch die Attraktivität für eine Niederlassung im ländlichen Raum erhöht werden". Katrin Altpeter weiter: "Die in diesem Zusammenhang geplanten Errichtungen von Notfallpraxen mit fester Adresse zum Beispiel an Krankenhäusern würde auch der Bevölkerung die Erreichbarkeit im Notfall erleichtern und vereinfachen".

Defizite räumt die Ministerin im Bereich der Anfahrzeiten der Rettungsdienste ein. Indikator für die Versorgungsqualität im Rettungsdienst sei die gesetzliche Hilfsfrist von zehn bis 15 Minuten, die in 95 Prozent der Fälle im Zeitraum eines Jahres im Rettungsdienstbereich eingehalten werden müsse. "Leider ist dieses Versorgungsniveau trotz aller Anstrengungen im Rettungsdienstbereich Main-Tauber-Kreis derzeit nicht gewährleistet." Dies gelte sowohl für die notärztliche als auch für die Hilfsfrist für Rettungswagen.

Zur Verbesserung der notärztlichen Hilfsfrist sollen insbesondere die Besetzungszeiten am Notarztstandort Creglingen ausgeweitet, sowie "eine grundsätzliche Notarztpräsenz an der Rettungswache oder am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim eingeführt werden", stellt Katrin Altpeter in Aussicht. Bei der Hilfsfrist für Rettungswagen sollen die notwendigen Verbesserungen "vor allem durch die Trennung von Krankentransport und Notfallrettung erzielt werden". Die Abkehr von der "Mehrzweckfahrzeugstrategie" werde bereits seit Beginn des Jahres praktiziert. Die Rettungswagen stünden dadurch uneingeschränkt für Notfalleinsätze zur Verfügung. Weitere Verbesserungen der Anfahrtszeiten seien von der ebenfalls zu Beginn des Jahres erfolgten Verlegung eines Rettungswagens von Bad Mergentheim nach Niederstetten zu erwarten. "Die Landesregierung ist zuversichtlich", so betont Katrin Altpeter abschließend, "dass die Verbesserungsmaßnahmen bei längerem Wirkungszeitraum auch statistisch entsprechend sichtbar werden."

Altersstruktur der Hausärzte macht Sorgen


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: TZ | 10.02.2012

Google 1+
Feuerwehrleute löschen einen Brand in Metzingen

Zwei Menschen sterben bei Haus-Brand in Metzingen

Metzingen Die Situation war dramatisch. Zwei Menschen sind bei einem Brand in Metzingen gestorben, neun Personen wurden verletzt, 50 mussten in Sicherheit gebracht werden. Viele Einsatzkräfte waren nach der Nacht am Ende ihrer Kräfte.... mehr

Suche nach der Brandursache in Metzingen läuft

Metzingen Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht zum Montag in der Ulmer Straße 91 ab. Flammen und beißender Qualm schlugen aus dem Mehrfamilienhaus, Menschen standen in Panik an den Fenstern.... mehr

Metzingen: Untersuchungen der Brandermittler verzögern sich

Metzingen Warum ist in dem Mietshaus in der Ulmer Straße das verheerende Feuer ausgebrochen? Die Antwort auf diese Frage lässt noch Tage auf sich warten, denn die Kripo konnte noch nicht zum Brandherd vorrücken.... mehr

Metzingen: Gebäude einsturzgefährdet

Metzingen Bei einem verheerenden Wohnhausbrand in Metzingen sind in der Nacht zu Montag zwei Menschen ums Leben gekommen. Während der Rettung spielten sich dramatische Szenen ab. 20 Bewohner sind obdachlos.... mehr

CDU in NRW: Absturz mit Ansage

Düsseldorf Die CDU in Nordrhein-Westfalen mit Norbert Röttgen an der Spitze ist abgestürzt. Das historische Wahldebakel ist nicht nur für den Umweltminister bitter, sondern auch für seine Parteichefin Angela Merkel.... mehr

Brand in Metzingen: Zwei Tote und neun Verletzte

Metzingen Bei einem schweren Brand in Metzingen sind zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt worden. Das Feuer war in der Nacht zum Montag in einer Tiefgarage ausgebrochen, wie ein Polizeisprecher am Morgen berichtete.... mehr