Ein neuer, dynamischer Seelsorger

Schwabhausen.  Mit einem feierlichen Gottesdienstes in der 1935 erbauten evangelischen Kirche Schwabhausen wurde am Sonntag Pfarrer Philipp Tecklenburg von Dekan Rüdiger Krauth in sein Amt eingeführt.

Die Menschen der Gemeinden sind glücklich, einen so dynamischen Seelsorger in ihrer Mitte zu haben, denn Pfarrer Tecklenburg ist den "Bauländern" kein Fremder. Nach seinem Studium in Wien und Heidelberg, wo er 2001 sein erstes kirchliches Examen absolvierte und nach dem Lehrvikariat in Mannheim-Käfertal 2003 sein zweites Examen ablegte, übernahm er 2003 eine Projektleitung in Kehl-Straßburg. Ein Jahr später wurde Philipp Tecklenburg zum Pfarrvikar in den Gemeinden Hirschlanden, Hohenstadt und Eubigheim berufen und trat zwei Jahre später, 2007, in der Paul-Gerhardt-Gemeinde Nussloch seine erste Pfarrstelle an.

So wie sich Dekan Rüdiger Krauth in seiner Ansprache schmunzelnd ausdrückte, stand der Sinn von Philipp Tecklenburg stets nach einer Pfarrstelle in der Stadt. Aber er kam zurück, denn das Bauland schien ihm zur Heimat geworden zu sein. Er werde seine jahrelangen Erfahrungen in unterschiedlichsten seelsorgerischen Bereichen und vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in der neuen Pfarrstelle Schwabhausen, Windischbuch und Schillingstadt wirkungsvoll einbringen wollen.

Dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von Schwabhausen, Friedrich Knörzer, war die Freude über das vollbesetzte Gotteshaus anzusehen. "Tut mir auf die schöne Pforte", ein passendes Eingangslied, bevor Dekan Rüdiger Krauth den Psalm 23 an den Beginn setzte. Der evangelische Kirchenchor aus Schillingstadt unter Beate Speitelsbach umrahmte den Gottesdienst mit einigen Liedern. Die Kirchengemeinderatsvorsitzenden, aus Schillingstadt Elmar Wetterich und aus Windischbuch Kurt Thoma, lasen aus Matthäus 20, beziehungsweise aus dem 1. Korintherbrief. Zum wichtigen Bestandteil des Gottesdienstes gehörte die Überreichung zweier Urkunden an Pfarrer Philipp Tecklenburg. Er erhielt aus den Händen des Dekans Rüdiger Krauth die Berufungsurkunde von Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, verbunden mit einer Präsentationsurkunde der zuständigen Patronatsstelle des Fürsts von Leiningen. Die Berufung "von außen", mittels Dokumenten, und die Berufung von Gott nahm Dekan Rüdiger Krauth zum Inhalt seiner Predigt, indem er hinterfragte, warum der Landesbischof den neuen Pfarrer von Nussloch gerade wieder ins Bauland schickte. Ein gefühlvoller Augenblick war die Segnung mit Handauflegung.

In der ersten Predigt von Pfarrer Tecklenburg war unter anderem von einem Kirchenkritiker die Rede, dem Stellen im biblischen Text nicht gefallen haben, wo die Rede vom guten Hirten ist, von der "Verantwortung der Ältesten für das Weiden der Schafherde". Pfarrer Tecklenburg erzählte von erzieherischen Schulerlebnissen seiner Kindheit, wo er die Vorbilder lobte, die streng, aber gerecht waren. Denn ein guter Hirte sei "ein Bild der Treue Gottes". Albrecht Dünkel und Gerlinde Hettenbach hielten Fürbitten und Gebete.

Zum offiziellen Empfang mit Grußworten, Gesprächen und Begegnungen gings in die Festhalle Schillingstadt. Elmar Wetterich als Kirchengemeinderatsvorsitzender von Schillingstadt dankte verschiedenen Menschen, die in den Gemeinden gewirkt haben, darunter würdigte er vor allen Dingen Pfarrerin Ehret aus Buch/Brehmen. Ermunternde Worte mit einem herzliches Willkommen richtete Bürgermeister Elmar Haas, Ahorn-Eubigheim, an den neuen Seelsorger auch im Namen der Stadt Boxberg und von Bürgermeister Christian Kremer. Er freut sich, dass die Pfarrstelle Windischbuch, Schwabhausen und Schillingstadt, nach dem Ruhestand von Pfarrer Landau wieder besetzt ist. Mit den Worten: "Seien Sie willkommen, denn Sie sehen, wie viele Menschen heute die feierliche Einführung von Ihnen miterleben wollen." Man sei sich sicher, mit der vorbildlichen Persönlichkeit von Pfarrer Tecklenburg eine gute Wahl getroffen zu haben, der stets mit der Unterstützung der Gemeinden rechnen dürfe. Daher wünschte er ihm, dem Pfarrer, Seelsorger und Ansprechpartner zusammen mit seiner Familie in Ahorn und Boxberg, "ein gutes Zuhause und Gottes Segen". Oberkirchenrat und Gebietsreferent Werner, Karlsruhe, beglückwünschte die Gemeinden zur Wahl des neuen Pfarrers, den er seit der Prüfung zum 2. Examen persönlich kenne. Großes Glück nannte er es, Pfarrer auf dem Land sein zu dürfen, denn mit der Wahl treffe er drei lebendige Gemeinden an. Von der Bezirkssynode Adelsheim-Boxberg überbrachte Karl Kress als deren Vorsitzender dem Pfarrer die Glück- und Segenswünsche, denen sich der katholische Pfarrer Michael Dulik von der St.-Maria-Gemeinde Eubigheim anschloss. Diesem war es ein Bedürfnis, bei seiner Einführung dabei sein zu können. Ortsvorsteherin Angelika Gerner, Schillingstadt, weiß, dass die Schäfchen der drei Gemeinden bei Pfarrer Philipp Tecklenburg gut aufgehoben sein werden und wünschte ihm im Namen der Ortsvorsteher Wolfgang Schneider Windischbuch und Dietmar Hofmann, Schwabhausen, Gottes Segen.


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Autor: WALTRAUD HENNINGER | 08.02.2012

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