Wenige haben viel
Bad Mergentheim. Über den "grünen Riesen Brasilien", der erwacht ist und eine ungeheure wirtschaftliche Dynamik zeigt, berichtet Tillmann Zeller am Samstag, 20. Februar, ab 19.30 Uhr in den Kliniken Dr. Vötisch.
Das Evangelische Bauernwerk ist ein privater Verein, in dem sich rund 600 Mitglieder zusammengefunden haben. Die meisten sind Landwirte oder Personen, die Ernährungsfragen nahe stehen. Der Verein will die bäuerlich geprägte Landwirtschaft im Südwesten Deutschlands stärken. Das tut er durch Programme der ländlichen Erwachsenenbildung und Hilfen zum Leben der Bauern. Der Schwerpunkt liegt auf ethischen Fragen der Zeit. Eine Gruppe von 15 Bauern, Bäuerinnen, Agrar- und Ernährungsberatern und von Leuten, die der Landwirtschaft verbunden sind besuchten drei Wochen Brasilien unter der Leitung des Deutsch-Brasilianers Pfarrer Silvio Meincke aus Schwäbisch Hall.
Ziele der Studienreise war es, verschiedene Agrarmodelle der brasilianischen Entwicklung kennen zu lernen und zu sehen, wo einige unserer Agrarimporte herkommen und wie sie erzeugt wurden, die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft erleben, das brasilianische Konzept der Nutzung von Biokraftstoffen erfahren und die Umsetzung des Fome Zero-Programms (Null-Hunger) erkunden. Die Hauptetappen der Reise waren das neu erschlossene Agrargebiet Mato Grosso, Rio Verde, die Hauptstadt Brasilia mit Gesprächen am Agrarministerium zur Landreform, das größte Feuchtgebiet der Welt Parana, Francisco Beltrao und das pulsierende Rio de Janeiro mit seinen Armenvierteln. Über den grünen Riesen Brasilien, der erwacht ist und ungeheure wirtschaftliche Dynamik zeigt, berichtet Reiseteilnehmer Tillmann Zeller am Samstag, 20. Februar, ab 19.30 Uhr in den Kliniken Dr. Vötisch. Brasilien ist ein wohlhabendes Land, jedoch ist die Teilhabe am Reichtum ungleich wie in nur wenigen Ländern. Ein Prozent der Bevölkerung besitzt 43 Prozent der Bodenfläche. Genau so krass sind die Unterschiede in der Landwirtschaft. Betrieben mit mehreren tausend Hektar Fläche, die modernste, satellitengesteuerte Technik einsetzen und in den Ställen über 8000 Muttersauen halten, stehen Kleinbetriebe gegenüber, die Selbstversorgung betreiben und mit dem Ochsengespann arbeiten.
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09.02.2010
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Krasse brasilianische Gegensätze: Vielerorts wird auf den Feldern noch mit dem Ochsengespann gearbeitet. Foto: Tillmann Zeller
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