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Gut besuchter Neujahrsempfang der Stadt mit OB Udo Glatthaar

Die Stadt braucht Bürger mit Gemeinsinn und Bürgersinn. Das betonte Oberbürgermeister Udo Glatthaar beim Neujahrsempfang im Kursaal. Zugleich mahnte er Korrektheit bei Auseinandersetzungen an.

PETER KESSLER | 0 Meinungen

Angetan mit seiner silbernen Amtskette, begrüßte das Stadtoberhaupt im Foyer die zahlreichen Gäste. Flankiert wurde Udo Glatthaar von Ehrenspalieren des Historischen Schützen-Corps und der Historischen Deutschorden-Compagnie zu Mergentheim".

Unter klingendem Spiel zog er mit seinem Gefolge dann feierlich ein in den Saal - begleitet wurde er von Gastredner Professor Udo Steiner, drei Bundestagsabgeordneten, dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Reinhart und der Württembergischen Weinkönigin Theresa Olkus aus Markelsheim. Schwungvoll hatte das Kur-und Salonorchester "Hungarica" zuvor auf den traditionsreichen Neujahrsempfang eingestimmt.

Oberbürgermeister Udo Glatthaar begrüßte den Referenten und zahlreiche Ehrengäste. Darunter waren Landrat Reinhard Frank und viele Vertreter der Kommunalpolitik, Bürgermeister und Vertreter der umliegenden Gemeinden. "Gute, tadellose und enge Zusammenarbeit" verbinde ihn mit der Kurverwaltung, betonte er gegenüber Kurdirektorin Katrin Löbbecke. Er grüßte zwei "gewaltige Prediger von der Kanzel", Dekan Ulrich Skobowsky und Pfarrer Karl-Gottfried Kraft, dazu Vertreter von Wirtschaft und Banken, Vereinen und Parteien.

Zu Beginn des neuen Jahres gelte es, "die Zeit mit Sinn füllen und mit Mitmenschlichkeit", betonte Dekan Ulrich Skobowsky. Der Segen Gottes zum neuen Jahr, den beide Theologen der Versammlung erteilten, sei dazu unabdingbar.

"Mit Elan und Tatendrang", so Udo Glatthaar in seiner Neujahrsansprache, habe man das neue Jahr begonnen, ein "Jahr der besonderen Gedenktage" wie dem Beginn beider Weltkriege und dem Fall der Mauer.

22570 Einwohner habe Bad Mergentheim derzeit mit leicht steigender Tendenz. So könnten sich Wirtschaft und Bildungseinrichtungen weiter entwickeln. 150 Vereine gebe es in dieser pulsierenden Stadt, das ehrenamtliche Engagement trage Früchte. 21 Kindergärten habe man, zahlreiche kirchliche Einrichtungen, eine Feuerwehr mit 13 Abteilungen und rund 300 Einsätzen - insgesamt "ein starkes helfendes Engagement". Im ersten Halbjahr 2014 wolle man das Einzelhandelskonzept und die Gestaltungssatzung vorantreiben. Das komplette Solymar "werden wir im Sommer dieses Jahres wieder eröffnen". Man hoffe, dass es bei 28 Millionen Baukosten bleibe.

150 Jahre Deutschordensmuseum werde man feiern, wertvolle Konzerte seien angesagt und eine Vielzahl von Angeboten der Vereine sei zu erwarten. Danke gelte es zu sagen all den Menschen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement "die Gemeinschaft uneigennützig zusammenhalten".

Die Gesellschaft wandle sich stetig, und bei der Suche nach Halt bekämen die alten Werte wieder neue Bedeutung. "Lassen Sie uns die Begriffe Gemeinsinn und Bürgersinn mit Leben füllen!", betonte der Oberbürgermeister. Dazu wolle man in Bad Mergentheim eine Bürgerstiftung gründen. Ein maßvoller Ton, besonnenes Handeln und ein anständiger Umgang miteinander seien für das Zusammenleben in der Stadt wichtig.

Die Schließung des Städtischen Alten- und Pflegeheim sei "eine undankbare Aufgabe", doch sie sei aufgrund externer Vorgaben unumgänglich gewesen. Er hoffe, dass Bewohner und Mitarbeiter neue Plätze finden könnten.

Die Windkraft sei ein "vielschichtiges Thema". Man brauche einen guten Energiemix (wie man ihn in Bad Mergentheim habe) und "niemand will die Raumschaft verschandeln". Bei der Windkraft sei man jedoch "in einen gesetzlichen Rahmen eingebunden" - wer hier mitwirke, könne auch mitgestalten. Die Ergebnisse der Gutachten würden öffentlich gemacht, dann würden die Gremien ihre Entscheidungen fällen. Wenn eine örtliche Initiative in diesem Zusammenhang die Stadt öffentlich anklage, dann möge sie sich doch wenigstens "ein wenig mehr um Korrektheit bemühen", anstatt einfach Behauptungen in die Welt zu stellen. Wenn man etwa eine Info-Veranstaltung "wissentlich parallel zu einer Verwaltungsausschusssitzung" ansetze, könne man hinterher nicht die Abwesenheit von Oberbürgermeister und Stadträten kritisieren.

In Bad Mergentheim würden weiterhin Flüchtlinge untergebracht. Er wünsche sich aber, so der Oberbürgermeister, dass sich hier neben Külsheim auch noch andere Städte beteiligten. Gegenüber Studenten und Urlaubern müsse man Gastfreundschaft üben - das sei der Schlüssel zum Erfolg. Bad Mergentheim "hat den Ruf einer herzlichen Willkommenskultur", das gelte es zu erhalten und auszubauen. "Geht es Bad Mergentheim gut, geht es auch der Region gut".

Ihre Grüße entbot die württembergische Weinkönigin Theresa Olkus den Anwesenden. Von einer "sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt" sprach der Landtagsabgeordnete Wolfgang Reinhart als Vorsitzender der Kurverwaltung und wünschte Bad Mergentheim jetzt "ruhige Jahre ohne Solymar-Probleme". Dank gelte den Unternehmern, die dazu beitrügen, dass die Region die niedrigste Arbeitslosigkeit verzeichnen könne. Im Main-Tauber-Kreis gebe es die beste Kindergarten-Versorgung in ganz Baden-Württemberg, sagte er. Freundschaft und Verbundenheit sei hier im ländlichen Raum besonders ausgeprägt. "Der Weg zum Glück geht nur über die Brücke der inneren Zufriedenheit."

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