Geheimnisvolle Spuren im Schlosshof

Bad Mergentheim.  Das Deutschordensmuseum Bad Mergentheim beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals mit dem Thema "Kultur in Bewegung" am 12. September.

Veränderungen durch neue Einflüsse von außen prägen die Entwicklung unserer Kultur, das lässt sich auch an historischen Bauwerken erkennen. Wanderhandwerker und fremde Baumeister verbreiteten neues architektonisches Know-how in ganz Europa. Durch Händler wurden Waren und Materialien über weite Strecken ausgetauscht. Das Erweitern und Erneuern des Straßennetzes, der Bau von Eisenbahnstrecken und Schifffahrtskanälen und den entsprechenden neuen Verkehrsmitteln seit Mitte des 18. Jahrhunderts ermöglichte einen deutlich größeren Warenaustausch. "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr" ist das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals am 12. September. Er wird im Deutschordensmuseum mit einem Führungsprogramm begleitet - außerdem hat das Museum an diesem Tag bis 18 Uhr geöffnet.

"Schlossbau, Handel und Reisen unter dem Deutschen Orden" ist das Thema der Führung von Heidi Deeg um 14 Uhr. Sie wird unter anderem die geheimnisvollen Spuren im Inneren Schlosshof entschlüsseln, die die Besucher an diesem Tag finden werden, aber auch den ersten Kapitelsaal im Schloss und seine räumlichen Bezüge verorten sowie den Weinkeller in den Rundgang einbeziehen. Dreimal besteht außerdem an diesem Tag die Möglichkeit, auf den zur Zeit verhüllten Bläserturm zu steigen.

Darüber hinaus wird sich ein Künstlergespräch von Museumsdirektorin Maike Trentin-Meyer und Verkehrsdirektor Kersten Hahn mit Bernhard Karlowitz und Andreas Ken Lanig mit der noch bis 11. Oktober im Museum ausgestellten "Arbeiterserie" befassen. Vor allem das Werk "Keep of the tracks" fügt sich hervorragend in das Thema des Tages ein: "An einem Ort von Transit und Transport befindet sich das virtuelle Büro des Arbeiters. Auf dem Bahnhofsgelände arbeitet er in seinem Notebook. Wartende im Hintergrund kommen und gehen. Arbeit ist nicht physisch, ihr Resultat nicht sicht- oder greifbar. Es bleibt ideell. Auf seine Anstrengung verweist nur der Zoom auf sein Portrait", beschreibt Bernhard Karlowitz seine Arbeit.

Für diese fünf Angebote wird anlässlich des "Tags des offenen Denkmals" nur der jeweilige Eintrittspreis fällig, die Führungsgebühr entfällt.

Treffpunkt zu allen Veranstaltungen ist die Museumskasse. dom


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31.08.2010

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