Für mehr Gerechtigkeit
Bad Mergentheim. Über die gesplittete Abwassergebühr informiert die Stadt am Mittwoch, 15. Februar, um 20 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Neunkirchen.
Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes müssen die Abwassergebühren gesplittet werden. Demzufolge darf nicht mehr allein die Menge des Frischwassers herangezogen werden, um die Abwassergebühr zu berechnen. Vielmehr muss eine getrennte Schmutz- und Niederschlagswassergebühr erhoben werden. Was das genau bedeutet, wie die entsprechenden Flächen berechnet werden und was auf Hausbesitzer zukommt, wird Thema einer Informationsveranstaltung sein, zu der Oberbürgermeister Udo Glatthaar und das Stadtwerk Tauberfranken als Betriebsführer der Abwasserwirtschaft einladen. Am 15. Februar wird um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Neunkirchen umfassend über die gesplittete Abwassergebühr informiert.
"Die Neuregelung bringt im Grunde genommen mehr Gerechtigkeit, weil jeder tatsächlich für die Wassermenge bezahlt, die er in die öffentlichen Abwasserkanäle einleitet", erklärt Oliver Litterer, Leiter Abwasserwirtschaft. Während sich die Schmutzwassergebühr für häusliches Abwasser aus Toilette, Bad und Küche weiterhin am benötigten Frischwasser orientiert, muss das Niederschlagswasser neu berechnet werden. Grundlage dafür ist die Größe der an die Kanalisation angeschlossenen und versiegelten Flächen. Wichtig ist dabei auch die Art der Versiegelung, da sie Aufschluss darüber gibt, wie viel Regenwasser in die Kanalisation gelangt. Vollständig versiegelte Flächen wie Dächer, Beton oder Asphalt sorgen dafür, dass viel Wasser ins Abwassersystem gelangt. Gründächer, Rasengittersteine oder Porenpflaster und Kies speichern dagegen mehr Regenwasser und belasten die Kanalisation weniger. Sie senken also die zu entrichtende Gebühr.
Im März werden alle Haus- und Grundstücksbesitzer angeschrieben. Sie erhalten einen Fragebogen mit einer Karte ihres Grundstücks und den ermittelten Flächen.
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Autor: STV | 08.02.2012
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