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Einer raus aus dem Quartett

Der Kreis der Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters wird kleiner: Während Amtsinhaber Lothar Barth bereits im Wahlkampf steckt, verzichtet der potenzielle Herausforderer Cai-Ullrich Fark.

OLIVER BAUER | 0 Meinungen

. So überraschend der im vergangenen Oktober abgewählte Bürgermeister von Warthausen, Cai-Ullrich Fark, in der vergangenen Woche als Bewerber für das Bad Mergentheimer Oberbürgermeisteramt aufgetreten ist, genauso überraschend hat sich der Christdemokrat wieder aus der Kandidatenrunde verabschiedet. "Eine Stadt und ihr OB müssen zusammen passen", sagte der 44-Jährige gestern im Gespräch mit der Tauber-Zeitung. Die Frage, ob er der richtige Mann für Bad Mergentheim sei und Bad Mergentheim das richtige für ihn, könne er im Moment nicht beantworten, so Fark weiter, der am 9. Januar in Warthausen aus dem Amt ausgeschieden ist.

Fark hat in den vergangenen Tagen mit mehreren Fraktionen des Gemeinderats gesprochen. Die Gespräche bezeichnete er als "gut". Insbesondere die CDU-Fraktion habe sich sehr bemüht. Das Oberbürgermeister-Amt in Bad Mergentheim sei eine sehr reizvolle Aufgabe und große Herausforderung; Bad Mergentheim sei eine tolle Stadt, sagt Fark über seine in der Kurstadt gewonnenen Eindrücke.

In den von ihm geführten Gesprächen habe er gemerkt, dass die Leute einen Neuanfang wollen. Gleichfalls sei die Erwartungshaltung an einen ernstzunehmenden Herausforderer sehr groß und die kommunalpolitische Situation in Bad Mergentheim sehr schwierig. Sein Fazit: "So schön Bad Mergentheim ist, ich würde weder mir noch Bad Mergentheim einen Gefallen tun." Keinesfalls hätten die mit den Gemeinderatsfraktionen geführten Gespräche den Ausschlag für seinen Verzicht gegeben, so Fark, der nach eigenem Bekunden verschiedene berufliche Angebote hat. Auch diese hätten allerdings keine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt. Nur: "Sie haben mir gezeigt, was für Optionen ich habe."

Mit Farks Rückzieher ist aus dem Kandidatenquartett ein Trio geworden. Neben Amtsinhaber Dr. Lothar Barth, der seinen Wahlkampfauftakt schon veranstaltet hat, interessiert sich die Bad Mergentheimer Taxi-Unternehmerin Tina Schwendemann (36) für den Chefsessel im Rathaus.

Aus dem unterfränkischen Bergrheinfeld hatte bereits im Dezember Peter Georg Buberl (42) seinen Hut in den Ring geworfen. Buberl ist parteilos und ehemaliger Taxiunternehmer, er bezeichnet sich als sozial-konservativ. Größere kommunalpolitische Erfahrungen kann er nicht vorweisen. Auch Tina Schwendemann geht als Seiteneinsteigerin ins Rennen: Die alleinerziehende Mutter hat 2007 ein Taxiunternehmen in Bad Mergentheim gegründet und beschäftigt zehn Mitararbeiter. Außerdem gebe sie als Trainerin Kurse in NLP (Neurolinguistisches Programmieren).

Aus dem Kreis der Gemeinderatsfraktionen ist derzeit kein Bewerber im Rennen. Zwar hatte ein 47-jähriger Jurist und CDU-Kommunalpolitiker aus dem Raum Ravensburg Ambitionen angemeldet und nach TZ-Informationen bei Gesprächen mit verschiedenen Fraktionen seine Absicht bekräftigt. Bevor es zum Treueschwur kam, ist er aber von seiner möglichen Kandidatur abgerückt, wobei es nach TZ-Recherchen auch danach noch Gespräche mit dem 47-Jährigen gab.

So oder so: Nicht nur angesichts des bereits angelaufenen Wahlkampfs des Amtsinhabers wird es für Neueinsteiger von Tag zu Tag enger. Bis Montag, 31. Januar, 18 Uhr müssen die kompletten Bewerbungsunterlagen inklusive der nötigen Unterstützungsunterschriften im Bad Mergentheimer Rathaus vorliegen. Über die Zulassung der Kandidaten entscheidet der Gemeindewahlausschuss am Mittwoch, 2. Februar, in öffentlicher Sitzung. Die Oberbürgermeisterwahl in der Kurstadt erfolgt dann am 27. Februar. Sollte im ersten Durchgang kein Kandidat die erforderliche Stimmenmehrheit bekommen, ist der Neuwahltermin für den Sonntag der Landtagswahl, 27. März, festgelegt.

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