Die fleißigen Männer in Orange
Main-Tauber-Kreis. Die Sturmtiefs dieses Winters mit frostigen Temperaturen und ergiebigen Schneefällen haben dem rund 900 Kilometer langen Bundes-, Landes- und Kreisstraßennetz im Main-Tauber-Kreis stark zugesetzt.
"Die Mitarbeiter bei den drei Straßenmeistereien des Kreises in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim mussten bei der Bewältigung ihrer Arbeit oft an die Leistungsgrenze gehen", blickt Landrat Reinhard Frank auf den bisher so strengen Winter zurück, der auch die Straßen im Kreis stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Teilweise waren die zwölf eigenen Winterdienstfahrzeuge und zehn gemieteten Fremdfahrzeuge mit externem Personal sowie die rund 75 Bediensteten der Straßenmeistereien rund um die Uhr im Einsatz. Landrat Reinhard Frank fasst zusammen, dass der Landkreis dank des Engagements seiner Mitarbeiter in den Straßenmeistereien mit einem blauen Auge davongekommen sei. Frank sprach den "fleißigen Männern in Orange" seine Anerkennung für ihre zuverlässige Arbeit aus.
"Schneeverwehungen in den Hochlagen, Eisplatten in fast allen Bereichen und Ausfälle von Fahrzeugen und Anbaugeräten wie Schneepflügen und Streuaufsätzen waren für unsere Mitarbeiter eine Dauerherausforderung in diesem Winter", sagt Frank. Im Durchschnitt habe ein Räumfahrzeug Abschnitt von 40 Kilometer Straße zu betreuen. Durch permanentes Räumen mit dem Schneepflug und unter verstärktem Einsatz einer Schneefräse und einer Schneeschleuder konnten Schnee und Eis sowie die starken Schneeverwehungen in den Höhenlagen stets weitgehend beseitigt werden. Dadurch waren alle Dörfer und Weiler, von einigen kurzzeitigen Sperrungen abgesehen, immer erreichbar. Für den Winter waren die Straßenmeistereien gut gerüstet. Dennoch ist es wie bei vielen Städten und Landkreisen bei der Streusalzversorgung zeitweise eng geworden. "Mit einer vorausschauenden Bevorratung, bedarfsangepasst reduzierten Streumengen und durch rechtzeitige Lieferung von geordertem Nachschub ist es den drei Straßenmeistereien gelungen, beständig flächendeckend zu räumen und zu streuen", ergänzt Landrat Frank. Gegenüber der Wintersaison 2008/09 wurde in diesem Winter mit rund 5700 Tonnen die doppelte Menge an Streusalz verbraucht, gegenüber der Wintersaison 2007/08 wurde sogar die dreifache Menge benötigt.
Noch nicht abzusehen sind die Schäden, die der Frost im öffentlichen Straßennetz angerichtet hat. Schon jetzt zeige sich allerdings, dass das Ausmaß der Frostschäden gegenüber den Vorjahren wesentlich höher ist. Zwar wurden kleinere Schlaglöcher von den Mitarbeitern bei den Straßenmeistereien laufend provisorisch mit Kaltmischgut aufgefüllt und mit dem Handstampfer verdichtet. Die fachgerechte Behebung der Schäden kann aber erst in der wärmeren Jahreszeit erfolgen.
Dann werde für die Instandsetzung der Straßen Heißmischgut eingesetzt. Eine Abschätzung der Mehrausgaben für die Schadensbehebung lasse sich derzeit noch nicht treffen, da erst nach dem Tauwetter im April oder gar Mai die Frostschäden in ihrem ganzen Umfang sichtbar würden. lra
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
12.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
In der Streusalzlagerhalle der Straßenmeisterei Bad Mergentheim ist der Salzvorrat von 1000 Tonnen auf 150 Tonnen zusammengeschmolzen. Foto: Landratsamt
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
