S 21: Neue Runde im Kampf um Parkbäume
Stuttgart.
Die Gegner des umstrittenen Tiefbahnhofs Stuttgart 21 ziehen ein weiteres Mal gegen die geplante Baumfäll-Aktion vor Gericht. Beim Verwaltungsgericht Stuttgart reichten sie einen Eilantrag ein, der die Rodung von 180 Bäumen stoppen soll. Der Erhalt der gesunden Bäume im Stuttgarter Schlossgarten sei im Schlichterspruch von Heiner Geißler festgelegt worden, argumentieren die beiden Antragsteller. Außerdem dürfe das Milliardenprojekt nur dann weitergebaut werden, wenn der neue Tiefbahnhof 30 Prozent mehr Leistung bringe.
Die Mitglieder des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 pochen in dem gestern eingegangenen Antrag auf Einhaltung dieser Bedingungen. Das Fällen und Versetzen von Bäumen ist für die nächsten Wochen geplant. Im Schlossgarten neben dem Hauptbahnhof sollen fast 180 Bäume gefällt und rund 70 weitere versetzt werden, um den Trog für den Tiefbahnhof ausheben zu können. Zudem muss das Zeltcamp von Stuttgart-21-Gegnern geräumt werden. Es wird mit heftigen Protesten gerechnet.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte gestern, die Regierung habe sich mit der Bahn verständigt. Der Polizeieinsatz werde nun vorbereitet. Einen genauen Termin nannte Kretschmann nicht.

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