Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.
In der Nacht hatte ein Abbruchunternehmen bei minus 19 Grad damit begonnen, das zerstörte Eckhaus abzureißen, während 230 Feuerwehrleute versuchten, ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern. „Ein kontrollierter Abriss war nötig, um die Glutnester auseinanderzuziehen“, sagt der Hechinger Feuerwehrkommandant Maik Bulach.
Das betroffene Innenstadtquartier ist wegen Einsturzgefahr nach wie vor abgesperrt. Die umliegenden Geschäfte sind geschlossen. Zwölf evakuierte Menschen sind in der Nacht von Rotkreuzkräften in der Hechinger Stadthalle betreut worden. Der Zustand einer 78-jährigen Hausbewohnerin, die von der Feuerwehr aus dem zweiten Obergeschoss des brennenden Haus befreit worden war, hat sich in der Nacht verschlechtert. Die Frau wurde ins Albstädter Krankenhaus verlegt.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen nach der Brandursache aufgenommen. „Es wird jedoch schwierig werden, noch etwas zu finden“, prophezeite Einsatzleiter Bulach. Denn in der Schlossstraße liegt ein riesiger Trümmerberg, der von gefrorenem Löschschaum überzogen ist. Der Sachschaden dürfte in die Hunderttausende gehen. Auch das Haus Marktplatz 2, in dem bis gestern eine Arztpraxis untergebracht war, ist stark beschädigt.
Ausgebrochen war der Brand am Montagabend gegen 16.45 Uhr. Die Feuerwehren retteten drei Menschen aus dem zweiten Obergeschoss. Nicht verhinderten konnten sie, dass der Gebäudekomplex mitten in der eng bebauten Altstadt von Hechingen komplett niederbrannte.

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