Horb: Miller & Monroe ist am Ende

Schwäbisches Tagblatt
.„Alles muss raus. Wir schließen“, prangt in dicken Lettern an der Miller &Monroe-Filiale im ersten Stock der Activ-Arkaden. Die Kleidung ist bis zu 70 Prozent reduziert, selbst die Möbel und die Kleiderständer werden verscherbelt. Eine Verkäuferin gibt vage Auskunft: „Wir schließen wahrscheinlich Ende des Monats.“ Wie es weitergeht, weiß sie nicht. Am 1. März meldete das Unternehmen Vidrea Deutschland GmbH, das hinter Miller & Monroe steckt, Insolvenz an. Die Auswirkungen sind jetzt in Horb zu spüren. Fakt ist allerdings nur das Ende der Modekette Miller & Monroe. Laut Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz laufen derzeit Gespräche mit einer Unternehmungsgruppe, die die Miller & Monroe-Filialen unter einem eigenen Storekonzept weiterführen will. Die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss. Was das für Horb bedeutet, ist noch ungewiss. Für das Einkaufszentrum ist das aber kein gutes Omen. Charles Vögele - der Vorgänger von Miller Monroe - war bei der Eröffnung des Einkaufszentrums im Oktober 2017 der zweitgrößte Ankermieter nach Rewe. Für die Aktiv-Arkaden wäre ein längerer Leerstand fatal.