Event: Frühlingserwachen im Neckarstädtle

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Nicht gesetztSo mancher Besucher rieb sich gestern vor Erstaunen die Äuglein, als er Horb so überquellend erlebte. Das warme Frühlingswetter und die Erwartung auf mehr zog tausende von Leuten in die Innenstadt und zum „Horber Frühling“. „So voll hab ich die Stadt kaum erlebt“, wisperte eine Frau ihrem Mann zu und zog ihn zielstrebig zu einem der Stände am Straßenrand.
Ja, die Horber hatten Glück. „Wenn es bei so einem Wetter nicht voll wird, hat man was falsch gemacht“, meinte Citymanager Thomas Kreidler. Die Initiatoren hatten also wohl nichts falsch gemacht. Die Stadt war wieder in mehrere Bereiche aufgeteilt, die schlendernd gut zu erreichen waren, und das bewährte Konzept von verkaufsoffenem Sonntag, Gesundheitsmesse und elsässisch-schwäbischer Markt war das selbe geblieben.
Beginnen wir am Flößerwasen: Wer über den Flößersteg in die Stadt bummelte, konnte sich an mehreren Ständen und in der Markthalle über Gesundheit, Fit bleiben, Schönheit, Ehrenamt und vieles mehr informieren. Die Stadt Horb warb um Mitglieder für die Bewegung „Stadtradeln“, die gutgelaunten Damen in hellblauen T-Shirts verstanden ihren Job – genauso wie die Damen in Pink bei „Mrs. Sporty“.
Schlemmen und Schauen
Bei der Volksbank ging es hoch her. Zum 150-jährigen Bestehen der Voba Horb-Freudenstadt hatte sich die Genossenschaftsbank ein extra Programm ausgedacht. „RAZZZ“, das Beatboxmusical zum Mitmachen, beherrschte die Bühne und zog nicht nur die Kleinen in ihren Bann. Weiter in die Neckarstraße. Die Leute saßen im Eiscafé „La Dolce Vita“, das zum Horber Frühling seine Winterpause beendet hat. Gegenüber ging es auf dem Sandplatz hoch her: Hier konnte man sein Können im Pfeil und Bogen oder im Blasrohschießen unter Beweis stellen. Mit Glück und Geschick hatte eine Aktion von Neckar-Sport-Horb zu tun. Wie in einem Windkanal konnte man nach Gutscheinen haschen, die durch die aufgewirbelte Luft allerdings immer wieder entschwanden. Doch für so manchen lohnte es sich – und auch die Zuschauer hatte ihren Spaß. Denn das Jagen nach den Papieschnipsel hatte durchaus Unterhaltungswert.
Weiter geht es Richtung Gutermannstraße und Hirschgasse. Eis schlotzen und bummeln in den Geschäften bot sich in der Letzteren an, in der Gutermannstraße war ein Großangebot an Aktionen geboten. Der THW hatte eine Hüpfburg aufgebaut, die Kreisverkehrswacht einen Fahrzeugschlagsimulator, die Polizei eine Beratungsstelle, dazwischen präsentierten sich Sozialverbände und Rettungsstellen.
Beim Altenheim Ita von Toggenburg war die große Bühne aufgebaut, auf der die Spielergemeinschaft Stadtkapelle Horb/Musikverein Bildechingen zur Unterhaltung beim Mittagessen aufspielte. Etliche Besucher – gern auch im Schatten – ließen sich dabei Linsen mit Spätzle schmecken. Später zeigte hier noch der Karateclub Horb und die Tanzschule Gayer, was der Nachwuchs so alles drauf hat. Weiter rauf dann zum Marktplatz. Hier konnte man beim elsässisch-schwäbischen Markt Schlemmen, Genießen, Schauen und Kaufen. Weine aus Baden und Schwaben? Kein Problem. Genauso wie Käse aus Frankreich, Osterdekorationen, Kräuter, Schmuck und noch vieles mehr. Die Besucher hatten Spaß am Gespräch mit den Händlern, holten sich zwischendurch ein Aperol Spritz und genossen einfach das südländische Flair in der historischen Kulisse des Marktplatzes.
Marktbrunnen wird zur Theke
Das Horber Weinkontor schenkte leckere Weine aus, der Marktbrunnen wurde zur Theke, um sie zu genießen. Die Brüder Bantleon hatten ihre Feuertaufe mit ihrem feuerroten Foodtruck gut gemeistert. Die Betreiber des Luzifer-Turms wollen ja im Sommer mit ihrem Foodtruck samt Außenbewirtschaftung den Horber Marktplatz auch an Tagen ohne „Horber Frühling“ beleben. Nun haben die Brüder – und die Gäste – einen ersten Vorgeschmack bekommen.
Ja, das Schlemmen fiel gestern leicht – ob Lachsbrötchen oder Burger, Pizza oder Flammkuchen, Rote Wurst oder Süßkartoffelpommes, Eis oder Crêpe. Dazu hatten noch die Horber Gastronomen ihre 4. Wildkräuterwoche eröffnet.
Zum Schauen gab es ebenfalls genügend. Flotte Flitzer präsentierten die Autohäuser, die Museen und Galerien schöne Kunst. Das Zauberduo „Andres und Billy“ zogen sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann und an der Töpferzauberscheibe von Thomas Benirschke konnten sich die Kinder ihr eigenes Gefäß töpfern.
Ach ja Shopping-Erlebnis: Zum Horber Frühling gehört auch das Flanieren durch die Geschäfte. Viele hatten sich besondere Aktionen zum verkaufsoffenen Sonntag einfallen lassen. Das Einkaufszentrum war ebenfalls geöffnet und viele Besucher wechselten zwischen dem Bahnhofsareal und der Altstadt hin und her. Vor allem, weil man zwischendurch sich auch eine Runde an den Neckar setzen konnte.