Rektorat bleibt bei seinem Beschluss: Universität will nur bestimmte Demos vor der Neuen Aula

Studierendenproteste zu Studiengebühren (wie hier 2007) können wohl auch künftig noch auf den Geschwister-Scholl-Platz. Kundgebungen zu allgemeinpolitischen Anliegen – etwa zu Menschenrechten – werden dort laut Rektoratsbeschluss nicht mehr genehmigt.
Ulrich MetzFür Irritationen hatte vergangenen Freitag gesorgt, dass die Aktion Sühnezeichen und der Arbeitskreis Kritischer Juristen am Jahrestag zur Pogromnacht mit ihren mahnenden Plakaten nicht auf den Platz vor der Neuen Aula durften. Sie wichen auf den Gehweg vor dem Platz aus, wo sie mit Transparenten daran erinnerten, dass sich auch Uni-Dozenten in den Dienst der Nazis gestellt hatten.
Immer häufiger seien an die Universität in letzter Zeit Anfragen für Kundgebungen auf dem Geschwister-Scholl-Platz gestellt worden, sagte Karbe zur Begründung des Rektorats-Beschlusses. Dieser sei aber „kein öffentlicher Platz“. Man habe der Aktion Sühnezeichen angeboten, dass sie sich vor dem Clubhaus oder vor der Uni-Bibliothek postieren könnten.
Der Geschwister-Scholl-Platz war in der NS-Zeit Aufmarschplatz der Nazis. an