Das Mittwochs-Interview: „Das gesamte Dorf unterstützt uns“

In der vergangenen Saison stand Florian Gugel (links) noch regelmäßig selbst für den SV Dießen auf dem Spielfeld. Nun kümmert er sich mit seinem Vorstandskollegen Markus Schröter um die Organisation des 36. Horber Stadtteilpokalturniers in der Hohenberghalle.
UlmerSÜDWEST PRESSE: Herr Gugel, Herr Schröter, die für viele Zuschauer und Spieler wichtigste Frage gleich zu Beginn: Gibt es bei der 36. Auflage des Horber Stadtteilpokals wieder eine Döner-Box?
Florian Gugel: Die war im vergangenen Jahr beim SV Mühlen wirklich der Renner, aber wir haben uns anders entschieden. Bei uns gibt es Pizza und Rigatoni von der Pizzeria Valbella aus Seewald. Damit haben wir beim Dießener Dorffest in diesem Sommer gute Erfahrungen gemacht, die Besucher in der Hohenberghalle werden also bestens versorgt.
Zum Turnier: Sie sind wieder zum alten Modus mit einem einzigen Turnier, in dem „Erste“ und „Zweite“ Mannschaften gegeneinander antreten, zurückgekehrt. Weshalb?
Markus Schröter: Das war eine Entscheidung des gesamten Ausschusses des Vereins, also nicht nur von der Vorstandschaft. Viele finden diesen Modus einfach attraktiver, obwohl wir betonen möchten, dass wir den Versuch von Mühlen klasse finden. Es war eine gute Entscheidung, den „zweiten“ Mannschaften die Möglichkeiten auf ein eigenes Turnier zu geben.
Aber es ist doch nicht wirklich attraktiv, wenn es im Viertelfinale in fast jedem Spiel einen klaren Favoriten geben wird? Schließlich hat Ihnen die Glücksfee bei der Auslosung keinen Gefallen getan, indem nun alle „Ersten“ in Gruppe A und alle „Zweiten“ in Gruppe B sind…
Gugel: Definitiv nicht, aber darauf hatten wir eben keinen Einfluss. Doch das hat auch Vorteile, weil es nun zwangsläufig mehrere „Zweite“ in die K.O.-Runde schaffen und vor großem Publikum spielen können. Das macht es für die Vereine ja auch attraktiv.
Hat man die anderen Vereine in die Überlegungen zum Modus einbezogen?
Gugel: Nein, das war unsere vereinsinterne Entscheidung. Wir haben das aber in einer ARGE-Sitzung mitgeteilt und es gab überhaupt keine Diskussion darüber.
Schröter: Zumal wir selbst von der guten Resonanz erstaunt waren. Immerhin machen sieben „Reserven“ und wieder 16 Mannschaften insgesamt mit.
Zwei davon sind Teams von der SG Dettlingen/Bittelbronn/Dießen. Welche Chancen hat vor allem Ihre „Erste“ im Hauptturnier?
Gugel: In den vergangenen Jahren waren wir eigentlich ganz gut dabei, haben immer die K.O.-Runde erreicht. Und vor drei Jahren gab es ja sogar den total überraschenden Titelgewinn. Trotzdem sind natürlich andere als Favoriten zu sehen, allen voran wohl die SG Ahldorf-Mühlen. Dazu werden sich wohl die immer starke SG Altheim-Grünmettstetten und als mögliches Überraschungsteam der FC Horb gesellen. Die haben eine junge, ambitionierte Mannschaft. Denen traue ich viel zu.
Wird man Sie selbst auf dem Feld sehen, Herr Gugel?
Gugel: Nein, ich habe offiziell im vergangenen Jahr aufgehört und in der laufenden Runde nur dreimal ausgeholfen, weil Not am Mann war. Aber mit der Organisation des Turniers bin ich genug beschäftigt.
Überhaupt ist die Organisation wohl nicht zu unterschätzen. Wie viele Helfer haben Sie während der Turniertage im Einsatz?
Schröter: Das kann ich gar nicht genau sagen, aber es sind auf jeden Fall 400 Arbeitsdienste zu bewältigen – und alle Dienste sind bereits vergeben. Für einen Ort mit gerade einmal 450 Einwohnern ist das ein klasse Engagement. Da helfen nicht nur die Fußballer, sondern auch Menschen aus dem Musik- und dem Narrenverein. Zudem haben zehn bis 15 noch sehr aktive Rentner, die handwerklich einiges drauf haben. Die werden gerade beim Aufbau von morgens bis abends in der Halle sein und uns, wie das gesamte Dorf, unterstützen.
Auf welche Highlights im Rahmenprogramm können sich die Zuschauer freuen?
Gugel: Wichtig war uns zunächst, dass wir für die ganze Familie etwas anbieten können und das bedeutet auch, sich um die Kleinsten zu kümmern. Daher haben wir eine Kinderspielecke eingerichtet. Neu ist zudem, dass wir die komplette obere Etage der Halle mit Biergarnituren bestuhlen durften. Ansonsten bestreiten die Lebenshilfe Horb-Sulz und die Lebenshilfe Nagold am Donnerstag das Einlagespiel, am Dienstag, 2. Januar, treten ,Jumping Fitness‘ aus Nagold auf. Einen Tag später unterhalten die Ginger-Girls aus Horb die Zuschauer und am Abschlusstag ist mit den ,Dirndlknackern‘ sowieso Party pur angesagt.
Das heißt, wir sehen Sie beide dann in Lederhosen durch die Horber Hohenberghalle ziehen?
Schröter: Aber klar doch. Wir wollen ein wenig Wasenstimmung in die Halle bringen.
Erster Anpfiff am 27. Dezember, 18.30 Uhr:
Die Gruppen des 36. Horber Stadtteilpokalturniers im Überblick:
Gruppe A: SG Altheim-Grünmettstetten I, SG Ahldorf-Mühlen I, SG Dettlingen/Bittelbronn/Dießen I, SGM Rexingen/Dettingen I, SG Talheim I, FC Horb I, ASV Nordstetten I, SSV Dettensee.
Gruppe B: SG Altheim-Grünmettstetten II, SG Ahldorf-Mühlen II, SG Dettlingen/Bittelbronn/Dießen II, SGM Rexingen/Dettingen II, SG Talheim II, FC Horb II, ASV Nordstetten II, SGM Betra/Glatt.
Das erste Spiel des aktiven Turniers bestreiten die SG Altheim-Grünmettstetten I gegen den Titelverteidiger und erneuten Favoriten SG Ahldorf-Mühlen I. Das Spiel beginnt am Mittwoch, 27. Dezember, um 18.30 Uhr. Schon mittags spielen die Bambini ihr Turnier aus.
