Razzia in Tübinger Lokal
: Polizei sprengt illegale Pokerrunde

Tausende Euro Bargeld fand die Polizei auf einem Spieltisch im Hinterzimmer einer Tübinger Kneipe: Sie nahm zwölf Männer wegen illegalen Glücksspiels fest.
Von
job
Tübingen

Schwäbisches Tagblatt

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In der Nacht zum Freitag schlugen die Ermittler zu: Bei einer Durchsuchung wegen illegalen Glücksspiels wurden in einer Tübinger Gaststätte zwölf Männer auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen.

Bereits vor mehreren Monaten hatten sich bei der Polizei Hinweise darauf ergeben, dass der Gastwirt in seinem Lokal mehrmals wöchentlich illegale Pokerrunden organisierte. Dabei soll auch um Geld gespielt worden sein, was ohne behördliche Erlaubnis verboten ist. Die Tübinger Kripo ermittelte und fand den Verdacht bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte daraufhin einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Räume. In der Nacht zum Freitag schlugen die Ermittler mit Unterstützung einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit des Polizeipräsidiums Einsatz und Kräften der Polizeireviere Tübingen und Reutlingen kurz nach Mitternacht zu. Im Hinterzimmer war ein reges Pokerspiel im Gange.

Der Pokerspieltisch, über 5000 Euro Bargeld und Chips im Nennwert von rund 5700 Euro wurden beschlagnahmt. Insgesamt zwölf Männer wurden als Verdächtige vorläufig festgenommen. Gegen den 36-jährigen Betreiber des Lokals und drei weitere Beschuldigte wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Veranstaltung eines illegalen Glücksspiels eingeleitet. Darauf stehen bis zu zwei Jahre Haft. Gegen die übrigen acht Verdächtigen wird wegen Beteiligung am illegalen Glücksspiel ermittelt. Ihnen drohen Geldstrafen oder bis zu sechs Monaten Haft.

Bis sie sich gegebenenfalls vor Gericht verantworten müssen, wurden die Beschuldigten nach ihrer Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt.